Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

25. August 2012

firstloveofmylife #2

Everything comes to an end

ich sitze im wagen; mit dem ich so viele erinnerungen verbinde.
hier verliebte ich mich. hier stritt ich mich. hier hatte ich angst, gleich sterben zu können.
und nun. nun sitze ich hier und überlege, wie man mit seiner ersten richtigen beziehung schluss macht.
wir stehen an einer ampel und ich sehe rechts auf ein großes werbeplakat, das mich breit angrinst.
mit meinen gedanken bin ich bei dem menschen neben mir, der mir einmal mehr bedeutete, als die welt.
dem ich alles gab.
meine seele, mich, meinen stolz. und er trat all dies mit füßen.
ich denke zurück an die momente, in denen er mich mehr beleidigte, als es je jemand tat
- dumm - niveaulos - kindisch - schlampe -respektlos - behindert - schlampe - nervig -
mir fällt ehrlich gesagt schon nicht mehr alles ein, denn diesen post verfasse ich gerade ein jahr später.
ich fand, er fehlt.

als ich wieder mit den gedanken im auto sitze, fahren wir über die breite landstraße, an der wir rechts erdbeeren geklaut haben und links dann langsam nach hause gelaufen sind. ich denke daran, dass es einer der letzten schönen tage in unserer beziehung war. und dieser war im juni.
ich blicke ihn von der seite an und mir fällt auf, dass ich ihn mit mehr verachtung als mit bewunderung ansehe. ich frage mich, wie ein mensch so sein kann.
als wir dann bei ihm sind, die einkäufe ausgepackt haben, die wir machten, während wir uns -wie immer- stritten. irgendwann finde ich mich auf der großen orangenen couch wieder, er sich auf seinem schreibtischstuhl mit der gitarre in der hand.
er singt all die lieder, die einen so sehr bewegen. zweieinhalb stunden lang. nachdem er das lied "do i" (in dem es ums schluss machen geht) spielte, entscheide ich mich dazu kurz auf toilette zu gehen. mich zusammenzureißen; mich nervlich aufzubauen.
ich denke daran, wie ich die ganze zeit während ich dort auf der couch saß, mit diesem wundervollen neuen kerl über mein handy geschrieben habe; wie er sagte, er würde mich holen kommen, würde ich ihn brauchen.
als ich aus dem bad komme, läuft titanic. ich gucke meinen freund seltsam an. -er hasst diesen film.-

"seit wann guckst du titanic?"  - ich fragte freundlich. mit eingebracht.
"ohh tut mir leid, dass ich nett sein und die einen gefallen tun wollte. kann auch wieder umschalten."
ich gucke ihn verwirrt an und setze mich auf die couch.
"bist du glücklich?", frage ich ihn.
"wenn ich ehrlich sein soll, momentan nicht."
und genau auf diese antwort habe ich gewartet.
ich stehe auf.
"gut. dann machen wir jetzt schluss."
ich gehe zum kleiderschrank um meine sachen zu holen


21. August 2012

skinnylove #1

Der erste Blick. Das erste Lächeln.

Nachdem du mich letzte woche nicht einmal annähernd angesehen hattest, mir nicht einmal ins gesicht sahst, als du mir in der schule das buch reichtest, dachte ich, du musst etwas besonderes sein.
Vielleicht vermag dies wie immer klingen, denn irgendwie sagt das immer jeder über jemanden, der ihm/ihr gefällt. aber ich meine es so. genau so. ohne zweifel.
Und nachdem wir uns heute das erste Mal angesehen; gelächelt haben und ich weggucken musste, weil mein lächeln so breit wie das eines honigkuchenpferdes geworden ist, weiß ich auch.
da ist was.
da wird was sein.
und ja, vielleicht ist es seltsam das zu sagen, während man noch vergeben ist, aber der typ an meiner seite gehört mit seinem charakter in den müll.
verdammte fünf monate tat ich mir die beleidigungen an und nun reicht es.
ich bin stärker geworden die letzten tage und heute fühle ich mich besonders stark.
ich weiß nicht woran es liegt. ich will nicht sagen an dir, denn ich weiß es nicht und damit wäre dies gelogen.
ich weiß nur eines, ganz sicher.

wir beiden könnten wundervoll zusammen sein.


10. August 2012

firstloveofmylife #1

Ich schlage die Augen auf und es ist hell. Es ist morgens, dreizehn Uhr und ich bin alleine zuhause.
Niemand ist neben mir aufgewacht und ich fühle mich urplötzlich allein, verlassen. Genauso wie die letzten Tage, Abende. Es ähnelt dem Gefühl, das du vermutlich hast, wenn dir ein Teil deines Herzens herausgerissen, gestohlen wurde und dir gleichzeitig die beste Freundin fehlt. Du fühlst dich leer, ausgebrannt.
Jeder will für dich da sein, du stehst in einer Menschenmenge, jeder hört dir zu. Aber du willst niemanden außer ihn. Also was spricht dagegen ? Ich weiß es. Du erkennst ihn nicht wieder, nicht die Liebe, sondern die Verachtung steigt. Du willst den Kerl von früher wieder, aber der ist anscheinend eingemauert. Du liebst ihn und brauchst ihn, aber du kannst nicht mehr.Wir entfernen uns immer mehr

I'm hanging on but growing cold - While my mind is leaving





Lifehouse - Halfway gone

8. August 2012

thebeginning


Ich sitze auf der Couch und sehe diese eine Serie, die mich von dem Gedanken ablenken soll, dass es vielleicht bald vorbei ist. Meine Gedanken wandern zu meinem Leben bevor ich ihn traf. Ich war nie besonders glücklich, aber das lag daran, dass ich das Leben nie zu schätzen wusste. Früher dachte ich nicht so, dass ohne all diese Probleme das Leben gar kein Spaß machen würde. Ich dachte daran, wie gerne ich früher in meinen Blog schrieb um den Frust abzulassen. Dann öffnete ich diesen hier. Ich verglich mich mit mir damals und mir fiel auf, dass ich langsam wieder genau so wurde. Aber dann fiel mir ebenso auf, dass ich heute das erste Mal wieder richtig Glück in mir fühlte. Nicht das unglaublich, herausbrechende, schreiende Glück, dass einen plötzlich überkommt ! Sondern das Glück, das leise kommt und dir einfach nur Ruhe und Wohlfühlen zaubert.


Ach, ich bin nur glücklich in diesem Augenblick. Mit dem Licht, das dir gerade aufs Gesicht fällt, der leichten Brise, die durchs Fenster weht. Es ist völlig egal, ob es noch zehntausend Momente gibt wie diese oder nur diesen einen, weil...das ist Glück.