Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

22. September 2013

skinnylove #17

i loved him, and sometimes he loved me too

19. September 2013

skinnylove #16

wir rennen fast schon durch die gegend, müssen unseren ganzen körper bewegen und uns zum takt der musik bewegen. es sieht lächerlich aus. es ist mir egal. ich blicke hinaus zum fenster, gehe weiter. ich drehe mich um, gehe zum fenster. bleibe dort stehen und sehe hinaus. beobachte ihn, der gegenüber im raum ist. er sieht wundervoll aus, so lebhaft. so selten lebhaft.
ich überlege, ob heute der tag gekommen ist. ob ich es heute schaffe ihn anzusprechen. ihn zu fragen, ob er es mich endlich hören lässt. ich gehe weiter. renne. taumele. hüpfe. alles mögliche.
irgendwann sitzen wir theaterleute an einem tisch, sollten die geliebte von jedermann spielen. ich mache meine sache gut. sehr gut. die lehrerin ist stolz auf mich. ich nicht. klar, dass ich die hure so leicht spielen kann, denn der, den ich liebe, denkt, ich sei eine. als meine lehrerin dann vor den ganzen theaterleuten fragt, wen ich denn die ganze zeit da draußen beobachte und sich halb verrenkt um nach jemanden zu sehen, schäme ich mich in grund und boden. ich hoffe, er sieht es nicht. irgendwann ist er aus dem raum verschwunden und mir wird klar, jetzt oder nie. jetzt oder nie nie nie mehr. also renne ich raus.

- "hey! warte kurz. kann ich kurz mit dir reden ? nur ganz kurz. wirklich. nur ganz ganz kurz."
- "was ist?"
- "du musst mir noch einen gefallen tun und du bist mir etwas schuldig."
- "ich brauche auch etwas von dir?"
- "und was?"
- "mein zeugnis."
- "dann hols dir."
- "ok. - glaubst du nicht, dass gerade der schlechteste zeitpunkt dafür ist?"
- "nein, weil sonst trau ich mich nicht, dich nochmal anzusprechen."
- "was ist, wenn ich auf dich zukomme?"
- "dann ists okay."
- "ja, okay dann. dann machen wirs so."
- "okay. danke."

13. September 2013

firstloveofmylife #5

er sitzt dort und schaut in seine karte hinein. ich beobachte ihn, während er überlegt, was er sich zu essen bestellen soll. es ist wie vor eineinhalb jahren. wie, als wären wir immer noch zusammen und nicht getrennt. ex- und ex-freundin. mir geht durch den kopf, dass ich ihm vielleicht doch noch einmal eine chance geben sollte, aber diesen gedanken verdränge ich so schnell wieder, wie er kam. ich bin allein. weiter nichts. und deswegen hatte ich das kurz in erwägung gezogen. als er mich ansieht, ziehe ich ihm die karte aus der hand und schaue selbst nach, was ich essen möchte. ich liebe mexikanische restaurantes schließlich. während ich hineinblicke und versuche alles auszublenden, was mich daran erinnern könnte, wie schön es einmal mit ihm gewesen ist, kommt er mit seinem kopf ganz nah an meinen heran und sieht ebenfalls in die karte. - er ist zu nah - ich rücke ein kleines stück weg, es ist zu schön mit ihm.
während des essens reden wir, als wäre nie was geschehen. ich erzähle ihm alles, er mir alles - doch eines lasse ich aus. meine herzensangelegenheiten. ich weiß er liebt mich noch. ich ihn nicht. ich liebe jemand anderen, jemanden, den ich verletzt habe, aber das darf mein ex-freund nicht wissen. das darf niemand wissen, sonst würde ich bemitleidenswert angesehen werden. und dann würde ich wohl zusammenbrechen.

als ich die wohnungstür schließe und auf mein handy sehe, sehe ich nachrichten von ihm. er schreibt mir, ich habe in seinem auto dinge vergessen, ob ich nochmal runterkommen könnte. ich sage nein, meine mutter würde wach werden. ich frage ihn, ob er hochkommen würde. er sagt, natürlich. 
als ich die tür öffne, ist nur ein kleiner lichtschein von meinem handy zu sehen. ich blicke ihn an und er gibt mir zwei flaschen, arizona icetea, er weiß immer noch was ich liebe, und meinen schirm. er sieht mich an, als würde er etwas erwarten. einen kuss ? eine umarmung ? ein 'komm doch noch rein, ich möchte, dass du bleibst' ? nein. bloß nicht. ich bedanke mich und sage, dass ich ihn umarmen würde, wären meine hände nicht voll. er sieht das nicht als problem an, umarmt mich und sagt, kein problem. dann dreht er sich um und geht. ich sage noch tschüss und schließe die tür.

skinnylove #15

ich stehe dort im eingangsbereich der schule, neben mir eine freundin. Ich stehe bei ihr, weil ich auf ihn warte - heute. heute will ich es wissen.
als ich dabei bin meine jacke anzuziehen, sehe ich ihn, wie er in großen schritten zur tür, ja, fast rennt. urplötzlich habe ich panik, dass er nach hause geht. dass ich meine chance verpasse. also schnapp ich mir meine tasche, umarme meine freundin und renne hinaus zur tür. als ich sie öffne, sehe ich ihn bei einem freund von mir stehen und beide gucken richtung tür. genau in meine richtung. ich mache mir sorgen, dass mein freund ihm etwas sagen könnte, auch wenn er nichts weiß. hier weiß man ja nie. hier kann man keine geheimnisse haben, vor allem niemand, der so ein offenes buch ist wie ich. sie sehen sich wieder an und geben sich die hand. schon läuft er wieder weiter richtung straße, bleibt kurz stehen, sieht auf sein handy. währenddessen kommt mein freund auf mich zu, ich bin in eile, trotzdem irgendwie gezwungen mich kurz mit ihm zu unterhalten. als ich sehe wie er die straße überquert, richtung seiner raucherecke, verabschiede ich mich von meinem freund. ich wünsche ihm noch viel spaß in der schule und hechte ihm hinterher. als ich um die ecke lunze, sehe ich ihn mit zwei freunden, mit denen ich mich eigentlich auch gute verstehe. ich glaube, einer davon hat mich gesehen, also gehe ich unauffällig richtung bushaltestelle, bleibe jedoch an einer mauer stehen, sodass sie mich nicht mehr sehen können. ich hole tief luft, denke mir "das ist der moment. das ist der, auf den ich so lange gewartet habe." ich will zu ihm, doch irgendetwas hält mich fest. fest im boden, wie wurzeln. ich kann nicht. mein puls ist auf 180 und ich versuche mein inneres zu bekämpfen.
1 einfacher satz
1 einfacher satz, der so viel verändern könnte
vielleicht

"sag mir, dass das mit uns nichts war und dass aus uns nie wieder etwas wird, ganz egal wie sehr ich dich liebe."

mehr will ich ihm nicht sagen.
doch ich schaffe es nicht.
wieder nicht.
ich drehe mich um, nehme meine kopfhörer raus und laufe zur bushaltestelle, während ich hoffe, dass wenn ich jetzt zurückblicke, er hinter mir läuft, weil er auch in die richtung muss.
aber hoffnung.
was bedeutet das schon.
das, was wichtig ist, kannst du nicht steuern.
und das ist timing.





11. September 2013

skinnylove #14

Und wenn du es nicht laut aussprichst, wird es vielleicht auch nicht wahr.
Die Welt sieht aus wie der Untergang persönlich
Ich möchte doch nur, wollte nie mehr, könnte nie mehr sein
dass du weißt
ich liebe dich
gestern, heute und hier
jeden tag
und ich will, dass du weißt, das
einzige was ich möchte, ist
dich wissen zu lassen,
dass es mich umbringt - jeden tag

ich sehe dich
ich möchte dir so vieles sagen, doch mein ganzer gesammelter mut verschwindet
du hast nun wieder sie
und obwohl ich weiß, du hattest mich so gern
ich bedeutete dir viel und obwohl du sagtest, mit mir sei es schöner
wir könnten mehr lachen
trotz all dem ist der untergang noch da
sie hat dich. und ich nicht.

du fehlst

und ich will jeden tag dich bei mir haben
jeden tag mit dir reden
ich versuche es zumindest.
nicht.
ich schaffe es nicht
gott, gib mir einen schubs

ich will
aber ich trau mich nicht

8. September 2013

skinnylove #13

Nur weil wir nicht zusammen sein können, heißt das nicht, dass ich dich nicht lieben würde.
Und Natürlich liebe ich dich. Ich habe dich immer geliebt
Ich Liebe dich mehr, Tag für Tag, wenn es überhaupt möglich ist, jemanden so sehr zu lieben.

Doch die Frage steht schon lange im Raum.
Was sind wir?
Letzten Winter und Frühling und Sommer hast du mich so sehr beleidigt. So verletzt.
Und ich habe dir geglaubt.
Aber jedes Mal, wenn ich weitergehen will, stehst du da..
Und ich denke... Ich denke, dass du es darauf abgesehen hast mir so sehr das Herz zu brechen, wie ich dir.
Schau jetzt tief, tief in deine traurige Seele und dann antworte mir, sind deine Gefühle für mich echt oder ist das nur ein Spiel. 

Wenn sie echt sind, dann kriegen wir das hin, ich weiß es. 

Aber wenn sie's nicht sind, dann bitte, dann lass mich gehen.




1. September 2013

skinnylove #12

- "Cat, :/ alles okay bei dir?"
- "Ja, wieso?"
- "Schlechte Neuigkeiten... willst du sie hören? Lieber jetzt als zu spät."
- "schieß los"
- '...ist in einer Beziehung mit..."
- "schon okey"
- "nein .. willst du anrufen?"
- "nein, schon gut. es ist mir egal."
- "Ich liebe dich Engel :* ich bin da wenn was ist"
- "Danke"

2 days before

- "ach übrigens, vielleicht komme ich mit ihm auf dein geburtstag. haha und nein,
    wir reden immer noch nicht. aber ich habe hoffnung. " (ich)

wie so'n schlag in die fresse. nur halt ins herz.