Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

23. März 2014

firstboyfriendwholeftme #1

Vergebt mir. Bitte, vergebt mir, dass ich so lange untergetaucht bin und ihr nichts mehr von mir gehört habt, aber was soll ich sagen ? Art never comes from happiness
und glücklich war ich, ja, ich war. Welch eine vollkommen unerwartete Überraschung.
Ich habe Ende Dezember jemanden kennengelernt, teilweise zu lieben gelernt - und damit will ich nicht sagen, ich lieb(t)e ihn, nein, aber er wurde mein Freund und er war ein Teil meines Lebens. Ein sehr großer sogar.
Es fühlte sich an, als wären wir wie füreinander geschaffen und da ich diese Gefühle nicht in Worte fassen konnte, versuchte ich es gar nicht erst. Wir verbrachten schöne Tage zusammen, er half mir. Ich brauchte ihn, denn meine Persönlichkeitsstörungen (Welche, wollt ihr wissen? Klickt hier ) wurden immer ausgeprägter und schlimmer (Wer weiß, vielleicht war gerade er Grund und Heilung zugleich?)
Auf jeden Fall ging gestern alles schief. Der Tag war eigentlich wundervoll, sogar als er mich holte. Doch auf der Fahrt zu mir und dann zu ihm wurde alles schlimmer und schlimmer.
Als wir bei ihm dann zuhause waren, brach alles ein, denn diese Beziehung, in der ich immer Schuld bin und man mir nie richtig zuhört, die hatte ich schon einmal und ich wusste, wie sie enden würde. Also was tut man ihn diesem Fall ? Was tue ich ?
Ich packte meine Sachen, nach gerade mal bisschen mehr als zwei Monaten und verschwand.

Nachdem ich meine beste Freundin angerufen und mich kurze Zeit ausgeheult hatte, entschloss ich mein Versprechen einzuhalten, das ich ihm ca eine Woche vorher noch gab. Dass ich nicht aufgeben würde, wenn es mal schwierig werde.
Ich klingelte, er öffnete die Tür und bevor ich alles sagen konnte, was ich zu sagen hatte, kam die Aussage "Ich will, dass du dir bis Montag einen Therapeuten suchst und bis dahin will ich nichts mehr von dir hören."
Das Problem ? Dieser Streit hatte absolut nichts mit meinen psychischen Problemen zutun, sondern einzig und allein an Aussagen von ihm oder Verhalten, das er an den Tag legte.
Aber, und ich denke, das kommt euch bekannt vor, es ist doch viel einfacher, die Schuld immer auf andere zu schieben, als sich selbst mal zu betrachten und dort nach Fehlern zu suchen.
Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll und ich weiß nicht, wie es weitergehen wird.


- "Erklär du mir doch mal was Liebe ist."
- "Liebe ist für mich Freiheit. Also.. wir gehen mal davon aus, man hat eine Beziehung (was ja nicht unbedingt sein muss, wenn man jemanden liebte, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus.), dann ist Liebe für mich, dass man sich mit dieser Beziehung freier fühlt als vorher. Dass man, obwohl man vergeben ist, glücklich ist und nicht eingeschränkt. Liebe ist für mich wie auf einem Hochhaus zu stehen und den Flugzeugen beim Abheben zuzusehen, es ist für mich wie fliegen. Ja, ich denke, das ist Liebe für mich."