Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

28. April 2014

Liebe #2

Streit.  Streit in Beziehungen kann positiv sein und daraus kann immer etwas Gutes hervorgehen - aber das heißt nicht, dass Streit nicht auch zu ernsthaften und vor allem mehr Problemen führen kann.
Wenn ihr euren Freunden zuhört, während sie von Streitereien in ihrer Partnerschaft sprechen, hört mal genau hin, vielleicht erkennt ihr den Fehler, den sie gemacht haben.
Die meisten Menschen hier auf dieser Welt haben das Streiten verlernt, was sie zu in Streitereien-meist-ironische/sarkastische, unhöfliche und rücksichtslose Monster macht, die oftmals Aussagen treffen, die sie gar nicht so meinen und es dann im Nachhinein bereuen.
Ich bin ehrlich, ich kann solche Menschen nicht leiden und mir hängen solche Konflikte so dermaßen zum Hals heraus, dass ich mittlerweile versuche(was wahnsinnig ungewöhnlich für mich ist) ihnen aus dem Weg zu gehen, weil einfach keiner mehr ordentlich streiten kann.
Die meisten vergessen, worum es beim Streit geht. 
Es geht nicht darum, wer den anderen dabei am meisten verletzt oder wer dem anderen besser zeigen kann, dass man gütiger zu dem Gegenüber war.
Es geht verdammt nochmal darum, Lösungen zu finden und die zwischenmenschliche Beziehung zu verbessern, die man zu der anderen Person hat.

Ich möchte euch einen Rat mit auf den Weg geben.
Wenn ihr streitet, ruft euch immer wieder in den Kopf "Ich streite nicht, weil es Spaß macht oder weil ich nach diesem Gespräch nicht mehr mit der Person reden will, sondern weil ich sie gern habe und möchte, dass diese Probleme aus der Welt geschafft werden."
Es ist sehr wichtig, dass mehr Menschen so denken, denn wenn ich mir ansehe, wie viele Beziehungen und Freundschaft aufgrund dummer Kleinigkeiten zerbrechen, dann bricht er MIR das Herz.
Es ist nicht schön allein zu sein.
Ich weiß das.

Streitet also fair. Hört zu, Schreit nicht rum. Versucht die Position und Sichtweise eures Gegenübers einzunehmen. Seid rücksichtsvoll und nicht verletzend. Seit verständnisvoll, versucht es zumindest. Denkt immer zweimal darüber nach, bevor ihr einen Satz aussprecht, bei dem ihr euch unsicher seid. Lasst den anderen aussprechen. Keine Ironie und auch kein Sarkasmus! Das verschlimmert alles immer nur.

Und nun hört zu, denn hier kommt der wichtige Teil.
Wenn ihr jemanden liebt und er hat Mist gebaut, sogar großen Mist und ihr seid beleidigt und verletzt und wahnsinnig enttäuscht, dann, so denke ich, kann das jeder nachvollziehen und würde euch das nicht übel nehmen.
Aber wenn euer Partner versucht, das wieder gut zu machen und möchte, dass ihr ihm/ihr euer Problem nennt, damit ihr darüber reden könnt, dann, ich flehe euch an, tut es.
Bevor ihr euch abwendet oder ihn/sie nicht küssen wollt, nur weil ihr immer noch beleidigt seid, dann denkt bitte zweimal und ganz genau darüber nach, ob sich dieses Verhalten wirklich lohnt.
Ob es wirklich nötig ist, einen schönen Abend zu ruinieren, nur weil er/sie mal wieder etwas gesagt hat, was einem nicht passt.
Ja, ich spreche hier komplett aus Erfahrung und ich verspreche euch, bei meinem Leben, wenn ihr euren Partner bereits genug belastet habt, dass ihr euer Verhalten bereuen werdet.
Die meisten denken von sich selbst, sie seien nicht einfach.
Gut, aber dann bedenkt dies auch und erinnert euch daran, was euer Partner bereits alles für euch in Kauf genommen habt. Was er/sie alles getan habt um eure Stimmung zu heben, um Aussagen wieder gut zu machen, um euch zu trösten. Um euch zu lieben.
Diese Person an deiner Seite ist auch nur ein Mensch.
Und manchmal wird es sogar dem göttlichsten Menschen zu viel mit einem.

Also fragt euch, bevor ihr euch wieder beleidigt in eine Ecke zurückzieht, ist euch dieses Thema so wichtig, sodass ihr tatsächlich eure Beziehung aufs Spiel setzen würdet ?



26. April 2014

Liebe #1

Beziehungen. Beziehungen sind immer etwas ganz eigenes, etwas ganz individuelles, aber trotzdem gibt es da immer Punkte, bei denen sich alle Beziehungen ähneln.
Wenn man sich kennen lernt und die Welt und das Herz einem diese rosarote Brille aufsetzt, durch die man alles nur noch verschleiert sieht und man meint mehr zu erkennen, als eigentlich da ist, dann sollte keiner den Fehler machen sich Hals über Kopf in eine Beziehung zu stürzen, die man eigentlich gar nicht will.
Nutzt die Momente und tut Dinge, die man nur erleben kann, wenn man in dieser Zeit ist, in der man den anderen als den Schönsten befindet aber noch nicht zusammen gekommen ist. 
Diese Zeit ist die unglaublichste, eben vergleichbar mit dem Moment, wenn man ein Buch beendet hat, das nun das neue Lieblingsbuch ist.
So sehe ich das zumindest.

Es ist schwer Verliebt Sein von Lieben zu unterscheiden und rein vom Gefühl her würde ich behaupten, dass vielleicht gerade mal 20% von diesen 7,220,879,651 Menschen auf der Welt diesen Unterschied kennen und wirklich verstehen.
Ich bin einer dieser 20%.
Eine Beziehung zwischen zwei Personen ist schwierig, wenn eine davon den Unterschied kennt und die andere dagegen nicht. Es ist beinahe unmöglich.
Diese Tatsache ist wahnsinnig traurig und zerstört, deswegen möchte ich euch den Unterschied erklären.
Ich möchte es zumindest versuchen (,denn einer Person die das hier ohne das benötigte selbst-wollende Verständnis liest, wird dieser Unterschied verdeckt bleiben.).

Wenn du in jemanden Verliebt bist, dann flattern da überall Schmetterlinge rum. Nicht nur in deinem Bauch. Du läufst grinsend durch die Gegend und rechnest aus, wie gut eure Namen zusammenpassen.
Du fühlst dich erfüllt und meinst, all das gefunden zu haben wonach du gesucht hast.
Vierundzwanzig Stunden am Tag, jede mögliche Minute nutzt du um auf dein Handy zu starren um auf eine Nachricht zu hoffen.
Du triffst dumme Entscheidungen, die du in dem Augenblick für gut befindest, aber im Nachhinein bereust. Zum Beispiel nutzt du eine Gelegenheit nicht, weil es für dich und die andere Person eventuell besser wäre.
Im Nachhinein stellt sich aber vielleicht heraus, dass die Person es vielleicht gar nicht wert war.
Du bist verliebt, wenn du darüber nachdenkst, was du alles von dem anderen weißt und merkst, dass es nur positive Eigenschaften sind (Kleinigkeiten zählen nicht. Es gibt immer große Lücken im Charakter eines Menschen, die einen zur Weißglut bringen, einen anekeln oder so schockieren, dass man mit dem anderen nichts mehr zutun haben will.).
Verliebt sein hält nicht ewig an, ab einem bestimmten Zeitpunkt verfliegt das Gefühl und erst dann sollte man entscheiden, ob man etwas Ernstes beginnen möchte oder nicht.
Denn erst dann wird deutlich, wie viel die andere Person einem eigentlich bedeutet oder eben wie wenig.

Wenn man jemanden liebt, dann liebt man alles an ihm.
Ist da diese eine Person, die du liebst, dann gibst du ihr alles was du hast, ganz gleich ob sie dir überhaupt etwas zurückgibt. Du erwartest nichts.
"Liebe beginnt da, wo keine Gegenliebe mehr erwartet wird."
Ist die Person nicht gut zu dir und sie sagt immer, sie wird sich verändern, aber tut es nicht, dann gibst du ihr trotzdem Chancen. Immer mehr und mehr, manchmal zerbricht man selbst daran.
Oftmals merkt man nicht einmal, dass man jemanden liebt.
Liebe ist schmerzhaft und erfordert, dass man das eigene Selbst manchmal aufgeben muss.
Das alles klingt so negativ, aber das ist es natürlich nicht (nur).
Wenn man sich jemandem ganz hingibt, dann weiß die andere Person alles von einem.
Ganz egal wo man sich mit dem anderen befindet, man fühlt sich zuhause und so sicher, dass es unbedeutend ist, ob man gerade in Schwierigkeiten ist.
Zusammen könnte man das Land verlassen und bräuchte niemals wieder jemanden außer die andere Person.
Lieben ist wie auf einem Hochhaus zu stehen und den Flugzeugen beim Abheben zuzusehen.
Wenn man jemanden liebt, dann findet man seine eigene Definition für "Liebe", die man von keinem anderen Menschen so hören würde.
Man kehrt immer wieder zu dieser Person zurück und vergibt ihr alles, ganz gleich was geschehen ist.
Dieser Mensch bleibt auf ewig das Zuhause für einen selbst.

20. April 2014