Wenn man stumm ist, schreibt man seine Seele auf Papier.
Und manchmal schreibt man Geschichte.

2. September 2016

findinghomeinaperson #2

"Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott, Oh mein Gott...... 

Zu mehr ist mein Kopf in diesem Moment nicht fähig, als ich durch die Unterführung laufe, ihm immer näher kommend. Sehe ich gut genug aus ? Rieche ich nach Essen ? Sitzen meine Haare ? - Meine Gedanken spielen verrückt und ich versuche, mich auf meine Atmung zu konzentrieren, da ich sonst einfach nur vollkommen durchdrehen würde.
Und dann komme ich aus der Unterführung hervor und ich sehe ihn schon vom weiten. Wie er da steht. Groß, Blond und abgöttisch gut aussehend.
"Hey", ich versuche mich lächerlich hart anzustrengen, cool zu wirken, aber in Wirklichkeit bin ich wahnsinnig aufgeregt.
Ein Hey kommt auch zurück. Wir gehen zu seinem Auto, setzen uns rein und ich fange sofort an, los zu babbeln, weil ich nicht weiß, wie ich meine Nervosität sonst überspielen sollte.
Als wir bei mir vor dem Haus sind, sitzen wir noch eine Stunde im Auto herum und unterhalten uns einfach nur. Und es ist großartig. Denn er ist klug und lustig und er weiß, wovon ich spreche, wenn ich etwas versuche zu erklären.
Ich liebe Nächte, nach all den furchtbaren Monaten, immer noch. Denn trotz allem sind sie immer noch das ehrlichste, was einem Menschen geschehen kann. Und dadurch werden wir selbst ehrlich und es gibt eben Dinge, die einfach nur dafür gemacht sind, um nachts gesagt zu werden.
Irgendwann gesteht er, dass er aufgeregt ist und ich finde es unglaublich süß, einfach deshalb, weil es ihn menschlich macht. Und plötzlich finde ich ihn noch toller als sowieso schon.
Ab und an lege ich die linke Seite von meinem Kopf auf das Sitzpolster und sehe ihn ganz direkt an und ich glaube, dass er nicht so zurückgucken kann, weil ihn meine Blicke noch immer nervös machen - so wie im Keller.
Und dann als es Zeit ist, umarme ich ihn zum Abschied, möchte ihn nicht loslassen, und lächle ihn an. Ich hoffe, dass er weiß, wie sehr er mir gefällt.
Und mittlerweile bin ich nicht mehr vergeben.
Und dann gehe ich und ich will ihn wiedersehen.


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